Lebenshilfe zeigte Zweibettzimmer in der Fußgängerzone

Die Lebenshilfe Wolfenbüttel war mit einem originalgetreuen Zweibett-Zimmer in der Fußgängerzone vor dem Bankhaus Seeliger vertreten. Mit der Konstruktion aus der Werkstatt in Fümmelse sollte auf die Wohnsituation von Menschen mit Behinderungen aufmerksam gemacht werden. Anlass zu der Aktion war der Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen am am 5. Mai.

Drei mal sechs Meter misst ein solches Zimmer, das Menschen mit Behinderungen laut dem Sozialgesetzbuch zusteht. Zwei Betten, Schrank, Tischchen, Stuhl – Mehr Platz zum Leben gibt es im Heim oft nicht.

„Wir wollen inklusives Wohnen fördern“, sagt Anja Schildener von der Lebenshilfe. „Diese Zimmer sind Relikte aus der Vergangenheit, die es so immer noch gibt. Das ist eine mittlere Katastrophe.“ Darauf wolle die Lebenshilfe aufmerksam machen. „Die Menschen wollen selbst bestimmen, wie sie wohnen. Ob in einer Wohngemeinschaft oder alleine.“


Die Sambaband Banda Racuda aus Helmstedt sorgte vor dem Zweibett-Zimmer für Musik.