Lebensträumer bringen bewegte Bilder auf die Bühne

Die inklusive Theatergruppe „Lebensträumer“ der Lebenshilfe Wolfenbüttel-Helmstedt führt am 20. Mai ihr erstes, eigenes Stück auf. Unterstützt durch die Theaterpädagogin Anna Fangan hat die 18-köpfige Gruppe ein modernes Theaterstück entwickelt.

Im Oktober 2016 hat die Pädagogin vom Theater Pädagogischen Zentrum (TPZ) aus Braunschweig die Gruppe übernommen, die durch einen Auftritt auf dem Lessingfestival bekannt ist. „Es war Zeit für eine neue Richtung und Anna Fangan hat uns durch ihre Arbeit an der Peter-Räuber-Schule überzeugt“, freut sich Anja Schildener, Wohnheimleitung der Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel, über die Unterstützung. „Lebensträumer bringen bewegte Bilder auf die Bühne“ weiterlesen

Beschäftigte freuen sich über den Hundeführerschein

Die Grundlagen im Umgang mit einem Hund – zehn Teilnehmer eines arbeitsbegleitenden Angebots der Helmstedter Lebenshilfe-Werkstatt kennen sich jetzt damit aus. Noch dazu können sie es nachweisen: Die Werkstatt-Beschäftigten haben den Hundeführerschein im Scheckkartenformat erhalten und tragen ihn jetzt immer bei sich.

Hintergrund ist der Hunde-Kurs mit Flocke, den Diplom-Pädagogin Steffi Sembera regelmäßig für die Beschäftigten der Werkstatt anbietet. Seit einigen Jahren bringt sie Therapiebegleithündin Flocke mit in die Werkstatt. Für die Beschäftigten ist dieses Angebot als aktive Entspannung und Förderung körperlicher, geistiger und sozialer Talente vorgesehen.

„Wir wollten einen Nachweis haben, dass wir mit Hunden umgehen können“, sagt Kurs-Teilnehmerin Isabell von Bargen. Sembera überlegte sich Prüfungsinhalte und begann vor einem Jahr mit den Teilnehmern das Projekt Hunde-Führerschein. Dieser ist an den offiziellen Ausweis des Hundehalter-Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH) angelehnt ist. „Zudem haben alle Teilnehmer eine Mappe mit Fotos aus Flockes Leben und den Lerninhalten wie Regeln im Umgang mit dem Hund, Hundeverhalten, wichtige Hör- und Sichtzeichen und Pflege und Versorgung des Hundes erhalten“, berichtet Sembera.

Jetzt – ein Jahr nach Projekt-Beginn – haben sieben Teilnehmer die Prüfung bestanden und sind stolze Besitzer der Urkunde. Die anderen drei Teilnehmer haben eine schöne Teilnahmebescheinigung bekommen. „Wir haben viel gelernt“, sagt von Bargen – etwa Hörzeichen wie „Sitz“, „Warte“ und „Platz“. Allerdings nicht nur als gesprochene Befehle, sondern auch als Gebärden. Die flache Hand nach unten zu führen, bedeutet etwa „Platz“.

Die Teilnehmer haben sich aber auch mit der Pflege eines Hundes beschäftigt und gelernt, auf seine Körpersprache zu achten. Eine geduckte Haltung deute etwa auf Angst hin. Die wichtigste Lektion aber: Jeder Hund ist anders. Daher sei Vor- und Rücksicht geboten beim Umgang mit fremden Hunden.

„Flocke bellt, wenn sie sich freut“, berichtet von Bargen. Beim ersten Kontakt könnte dieses Bellen als Aggression ausgelegt werden. Man muss einen Hund kennen, um seine individuelle Sprache zu sprechen. Semberas Hund etwa ist sehr emotional und habe einen ausgesprochenen Sinn für Humor. „Flocke kaspert viel herum und macht Quatsch, wenn ihr langweilig ist“, berichtet Kurs-Teilnehmer Andreas Hein. „Flocke achtet auch darauf, wie wir uns fühlen“, ergänzt Ron-Georg Junker, ein weiterer Kurs-Teilnehmer: „Wenn ich traurig bin, versucht sie mich aufzumuntern“.

Die Beschäftigten im Hunde-Kursus sind allesamt echte Experten geworden. Der Kursus reiht sich ein in eine Vielzahl von Angeboten in der Werkstatt. Fußball, Tischtennis und Entspannung werden etwa ebenso Angeboten. Sembera vertröstet regelmäßig zahlreiche Teilnehmer, die bereits ihre Namen auf die Warteliste für den Hunde-Kursus mit Flocke gesetzt haben.

 

Lebenshilfe-Verein Helmstedt blickt zurück und nach vorn

Der Helmstedter Lebenshilfe-Verein blickte bei seiner Jahresversammlung noch einmal zurück: 2015 gab es etliche Veranstaltungen zum 50-jährigen Bestehen. Auch im vergangenen Jahr hat die Lebenshilfe Helmstedt eine ganze Reihe Erfolge aufzuweisen. Für den Vorstand gab der Vorsitzende Jörg Reuter den Tätigkeitsbericht und erinnerte: „Wir hatten eine ganze Menge zu tun.“

In der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen gebe es immer wieder Neuerungen und verbesserte bauliche Einrichtungen. „Alles dies zum Wohle der uns anvertrauten Menschen,“ so Reuter. Das Richtfest auf dem Bauplatz an der Klostergasse in ist in guter Erinnerung. Fünf Apartments werden schon im Mai bezugsfertig und 24 Wohnplätze sollen im September so weit sein.

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Ein Tag im Siebenstein

Der Donnerstag ist rot – das ist allen klar. Aber wonach riecht er? „Apfel“, sagt Lenny, nachdem er an einem Fläschchen mit ätherischem Öl geschnuppert hat. „Erdbeere“, vermutet Luca. Dann kommt die Auflösung von Erik Roering: „Es ist Zimt!“ Der Sozialpädagoge leitet die Tigerenten-Gruppe im Kindergarten Siebenstein der Lebenshilfe Wolfenbüttel. Jeden Tag beginnt er mit den sieben Kindern im Morgen-Kreis und versucht, alle Sinne zu wecken.

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Haie holen sich den zweiten Platz

Beim 19. Kindergarten-Fußballturnier des TSV Helmstedt haben sich die „Haie“ aus den Lebenshilfe-Kindergärten den zweiten Platz geholt. Sie mussten sich nur den „Gorillas“ vom Kindergarten St. Ludgeri geschlagen geben.

Dieses erfolgreiche Abschneiden ist das Ergebnis vieler gemeinsamer Übungsstunden. Die Trainerinnen Sarah Jansen und Nicole Witte-Moritz hatten ein richtig gutes Team zusammengestellt. Alle Kinder waren mit viel Spaß bei der Sache und sich bei der Auswahl ihres Lieblingsspielers einig. Thomas Müller sei das Idol. Und genauso wie der Weltmeister wollten sie auch spielen: schnell, schnörkellos und torgefährlich.

Gegen die Haie war es an diesem Tag äußerst schwierig zu gewinnen. Sie setzten die Vorgaben ihrer Trainerinnen um und zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die „Haie“ waren einfach bissiger und oftmals den entscheidenden Schritt schneller am Ball, als die gegnerischen Mannschaften. Ein gelungenes Turnier mit glücklichen Kindern und stolzen Eltern, das wieder einmal gezeigt hat, wie selbstverständlich Kinder mit und ohne Handicap zusammen aktiv sein können.

Übrigens könnte das gute Ergebnis auch mit der Spende der neuen Trikots in Verbindung stehen. Trainerin Sarah Jansen überraschte die Kinder mit gesponserten Trikots von Jansen-Kreiselpumpen TEC. Eine tolle Aktion und ein großes Dankeschön!

60 Gäste beim „Tag der Logopädie“ im Löwenzahn

Sprachauffälligkeiten bei Kindern nehmen weiter zu – das berichtete Kristine Voigt. Die Leiterin des Sprachpädagogischen Kindergartens Löwenzahn der Lebenshilfe Wolfenbüttel begrüßte rund 60 Erzieher und Erzieherinnen zum Tag der Logopädie. Mit diesem fachlichen Angebot richtete sich der Löwenzahn bereits zum zweiten Mal an Kollegen und Kolleginnen aus Regelkindergärten aus dem gesamten Landkreis Wolfenbüttel und an die Teams der Lebenshilfe Kindergärten. Vorgestellt wurden drei Themenbereiche die aktuell in der frühkindlichen Pädagogik diskutiert werden – etwa die Arbeit mit traumatisierten Kindern, die Bedeutung des Spiels im Spracherwerb oder die Arbeit mit Therapiehunden.

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Seit 25 Jahren unter Strom für die Lebenshilfe in Wolfenbüttel

Frank Czapczyk blickte jetzt auf 25 Jahre Lebenshilfe zurück. Der gelernte Elektroinstallateur arbeitet im Montagebereich in der Werkstatt Fümmelse und ist bei den Kolleginnen und Kollegen sowie bei den Beschäftigten gleichermaßen beliebt. Frank Czapczyk kennt jede Sicherung und hat in den 25 Jahren Betriebszugehörigkeit viele Leitungen verlegt. Besonders bei Sommerfesten und Basaren läuft er zu Höchstform auf. Hier ist sein ganzes Fachwissen gefragt, damit die Räumlichkeiten und das Außengelände in angenehmem Licht erstrahlen und die Verkaufsstände und Künstler mit Strom versorgt werden. Außerdem ist er der Mitorganisator der beliebten Tombola. Preise einkaufen, Lose vorbereiten und Gewinne austeilen meistert er seit vielen Jahren vorbildlich.

Geschäftsführer Bernd Schauder bedankte sich für 25 Jahre treue Mitarbeit. „Am 22. Februar 1992 stand eine Stellenanzeige in der Braunschweiger Zeitung, auf die sich Frank Czapczyk noch am gleichen Tag bewarb. Bereits fünf Tage später erfolgte der Anruf vom damaligen Werkstattleiter Herbert Heil, dass er eingestellt wird. So schnell ging das damals. Einen Haken hat das Beschäftigungsverhältnis dann doch. Der Arbeitsvertrag wurde nur von der Geschäftsführung unterzeichnet und nicht vom Arbeitnehmer. Es gibt zwei Möglichkeiten: Sie unterschreiben den Vertrag jetzt noch oder zahlen Ihr Gehalt der letzten 25 Jahre an die Lebenshilfe zurück“, scherzte Schauder in seiner Laudatio. Frank Czapczyk entschied sich spontan zur Unterschrift.
Der Betriebsratsvorsitzende Olaf Rösler bedankte sich im Namen der Kolleginnen und Kollegen, auch für die aktive Mitarbeit im Betriebsrat, dem Frank Czapczyk angehörte.

Riechen, Fühlen, Schmecken – Lebenshilfe baut Sinnesgarten

Im Vorgarten der Lebenshilfe entsteht in den kommenden Wochen ein Sinnesgarten, der zum Erleben und Entspannen einlädt. Beschäftigte des Arbeitsangebotes „Garten- und Landschaftspflege“ und Eltern der Bewohner legen gemeinsam einen barrierefreien Garten mit Sinnes-Stationen an.
Auf dem Gelände der Lebenshilfe an der Mascheroder Straße 7 ist immer viel los: Spaziergänger aus dem nahen Lechlumer Holz passieren den Gebäudekomplex, Kunden der Wäscherei und eine nahe Bushaltestelle sorgen ebenfalls für Publikumsverkehr. „Wir wollen dazu einladen, unser Gelände zu betreten und in Kontakt miteinander zu kommen. Mit der Lebenshilfe, mit den Bewohnern oder einfach nur mit seinen eigenen Sinnen“, erzählt Anja Schildener, Einrichtungsleiterin der Wohnbereiche, die auch die Idee zu dem Garten hatte.

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